| Kurzer Historischer
Überblick
Die Zeit um die Jahrhundertwende war immer noch geprägt von der schrecklichen Zeit des Dreissig-jährigen Krieges der von 1618 bis 1648 gedauert hatte. Die Kriegsgeschehnisse hatten ganze Generationen geprägt und teilweise ausgelöscht. Allein in Deutschland wurden zwischen 30 und 40 Prozent der Bevölkerung umgebracht. Dies führte zu einer allgemeinen Grundlagenkrise und man versuchte, sich jenseits des Konfessionalismus, der den Krieg ausgelöst hatte, neu zu orientieren. Dies wollte man erreichen, indem man sich von den kirchlichen Fesseln löste. Neue astronomische Entdeckungen waren gemacht worden (Galileo Galilei, 1564-1642), die Erde war nicht mehr der Mittelpunkt des Universums und sie metamorphierte von einer Scheibe zu einer Kugel. Der Amerikanische Kontinent wurde als endgültige Neuentdeckung definiert. Dann begann das Zeitalter der Aufklärung, in dem nicht mehr staatlich oder klerikal verabreichte Denkordnungen im Vordergrund standen, sondern das "selber Denken" war angesagt. In der Blütezeit des Barock und Rokoko waren nach der langen Zeit des Schreckens nun umso üppigere Feste angesagt. Die Fülle hatte nicht nur Einfluss auf die Anlässe, sondern liess sich im Alltag ebenso nieder, z.B. in der Farbigkeit der Sprache oder in der Verspieltheit der Musik. |
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Anita Zimmerling Enkelmann 1998-2005 |
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